Theater Zeitraum: Immer mit dir

Samstag 30. Januar um 20 Uhr - Studiobühne Deck 1

Zu entdecken ist in dieser szenischen Lesung nichts weniger als das Leben des Universalgelehrten Hans Jürgen von der Wense (1894-1966), eine Liebe, die 35 Jahre währte, und das 20. Jahrhundert in all seiner Dramatik.

Hans Jürgen von der Wense: Wissenschafter, Dichter, Komponist
Eine Dokumentarische Aufführung von Gilbert Holzgang über die fließenden Grenzenzwischen Wissenschaft und Kunst.
Ein Leben voller Wissensdurst, eine Liebe, die 35 Jahre bestand, ein Werk, das Fragment blieb - zu entdecken ist all dies in Briefen und Tagebüchern Hans Jürgen von der Wenses (1894-1966). Er verlor früh seinen Vater, einen Offizier aus niedersächsischem Adel. Seine Mutter konnte sich wegen ihrer schlechten seelischen Verfassung kaum um den Jungen kümmern. Die einzige Freude des Hochbegabten: Literatur, Musik und das aufkommende Flugwesen.

Später wird Hans Jürgen von der Wense Augenzeuge des Ersten Weltkrieges, der Straßenkämpfe von 1919 und der turbulenten Weimarer Republik. Nur kurze Zeit lässt er sich von den Versprechen der Nationalsozialisten begeistern. Dann lebt er seine wütende Gegnerschaft zum eingetretenen Zivilisationsbruch in tagelangen Erkundungsgängen durch unbeachtete Landstriche aus. Er erforscht die Kulturgeschichte Hessens, Westfalens und des Herzogtums Braunschweig und vertieft seine „erwanderten“ Einsichten in den Bibliotheken von Kassel und Göttingen. Er überträgt Texte exotischer Denker und Völker aus frühesten Zeiten ins Deutsche. In den fünfziger Jahren empört er sich über veraltete Gesinnungen und aufkommende Konsumfreude.

In seinen Manuskripten - etwa 30.000 Blätter sind erhalten - schlagen sich Hans Jürgen von der Wenses unerschöpflicher Wissensdurst und seine Spiritualität nieder.

Bis auf wenige aphoristische „Fragmente“, einige Gedichte und Aufsätze veröffentlicht er nichts.

 

Hans Jürgen von der Wense lebt in größter Armut und gilt als witziger Gesellschafter, hat aber nur wenige Freundschaften. Ein Glück: in seinem Nachlass finden sich Hunderte von Briefen an die Braunschweigerin Heddy Esche (1897-1996). Sie, eine unverheiratete Sekretärin und Liegenschaftsverwalterin, begleitete ihn durch sein überreiches Leben.


Regie und Ausstattung Gilbert Holzgang
Sprecher Jürgen Beck-Rebholz, Andreas Döring, Bernhard Selker
Musik von Hans Jürgen von der Wense und vielen anderen Komponisten
Klavier (vom Band) Hellmuth Vivell
Gesang (vom Band) Thomas Wiegand
Fotos Heddy Esche, Hans Jürgen von der Wense

Video und Ton Katrin Herbel

 

Eine Produktion von Theater Zeitraum Braunschweig, gefördert von Stiftung Nord/LB-Öffentliche, Stadt Braunschweig/Kulturinstitut, Haus der Wissenschaft GmbH, Göttinger Kulturstiftung, Stadt Kassel/Kulturamt

 

 

Weitere Aufführung: So. 31. Januar um 20 Uhr 

 

Eintrittspreise: 10,- € / 7,- €

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