Katrin Leitner: Zappen und Clustern im documenta Archiv

Mittwoch 26. November – documenta Archiv / Dock 411 26 Doc-Archiv Logo

17:30 Uhr: Führung durch die Bibliothek des documenta Archivs mit Katrin Leitner und Dr. Gerd Mörsch.

19:30 Uhr: Zwischendeck Dock 4 – Diskussion mit dem Kurator Bernhard Balkenhol, dem Kunstkritiker Dr. Harald Kimpel, Marco Krummenacher, Katrin Leitner und Dr. Gerd Mörsch.

Katrin Leitner: LESEZEICH(N)EN – eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellungsreihe KünstlerInnen zu Gast im documenta Archiv in Kooperation mit dem Kulturhaus Dock 4.

Das documenta Archiv ist nicht nur der Ort, an dem in unzähligen Dokumenten die Geschichte der documenta aufbewahrt wird, es ist auch eine sehr umfangreiche Sammlung von Kunstkatalogen und Büchern über Kunst – nicht nur der documenta. Ein halbes Jahr hat die Künstlerin Katrin Leitner dort Texte und Bildbände studiert. Sie tat das nicht nur aus wissenschaftlichem Interesse sondern in erster Linie als Künstlerin. Es ging ihr also nicht allein um Wissen und Verstehen sondern auch um eine sehr persönliche künstlerische Auseinandersetzung und Aneignung der Schätze des documenta Archivs.

Das Ergebnis dieser Arbeit zeigt Katrin Leitner als Eingriff und Erweiterung. Auf den Lesetischen in der Bibliothek des documenta Archivs präsentiert sie eine Videoarbeit, Arbeitsordner mit Textkopien und Aufzeichnungen als Arbeitsdokumente ihres tatsächlichen Zugriffs: Eine beeindruckend umfangreiche künstlerische Produktion in Form von Abschriften und Notizen, die Leitner als Zeichnungen von Manifesten präsentiert.

Die Werke Katrin Leitners sind Transformationen inhaltlicher Komplexe, formuliert in ihrer eigener künstlerischen Sprache und Grammatik, und zugleich auch neue Argumentationen und Erzählungen auf der Basis und als Ergebnis ihrer mentalen Forschung. Ihre umfangreiche Produktion von über 120 Zeichnungen hat Leitner in die Bibliothek zurückarchiviert, d.h. die von zwei Glasscheiben geschützten Skizzenbuchblätter befinden sich neben jenen Büchern und Katalogen, auf die sie sich beziehen.

Für diese Arbeit hat Katrin Leitner eine eigene Bildsprache entwickelt. Diese speist sich aus der Manier von SchülerInnen, Texte zu markern und Botschaften „lustig rüberkommen zu lassen", aus der Bildsprache von Graffiti-Kunst, Comic, Fantasy oder Kinderbüchern, gleichberechtigt zu der von Wissenschaft und Kunst. Gegen jeden Anspruch auf Vollständigkeit und Endgültigkeit zappt Leitner so durch die Kunst und Kunsttheorie, transformiert und clustert daraus eigene komplexe Bilder und Strukturen als ihren künstlerischen Zugriff und als Anregung zu einem künstlerischen Denken.

Ausblick

Das documenta Archiv hat die in Kooperation mit dem Kulturhaus Dock 4 realisierte Ausstellung Katrin Leitners, die noch bis zum 19. Dezember 2014 in der Bibliothek zu sehen ist, als Auftakt der Ausstellungsreihe KünstlerInnen zu Gast im documenta Archiv konzipiert. In regelmäßigen Abständen werden nationale und internationale Künstler eingeladen, sich intensiv mit den Schätzen der Wunderkammer documenta Archiv auseinanderzusetzen und die Ergebnisse ihrer Studien in Ausstellungen zu präsentieren.

Eintritt frei

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